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Strullendorf - Das Dorf des Strollo

Franz Möhrlein aus Strullendorf bei Bamberg besuchte schon öfters den Hofer Fernwehpark und hatte beim Bummel durch die Schilderreihen die Idee, das Ortsschild seiner Heimatgemeinde "Strullendorf" dort mit zu verewigen. Als dann der neue Themenpark der "aussergewöhnlichen und kuriosen Ortsnamen" integriert wurde war es schon fast ein Muss, dort auch "Strullendorf zu präsentieren.

So reisten Bürgermeister Andreas Schwarz (zweiter von links) mit Franz und Margit Möhrlein und Irma Wietzel, eine "alte Hoferin", die heute in Strullendorf wohnt, nach Hof, um das Ortsschild von Strullendorf offiziell an Fernweh-Park Initiator Klaus Beer zu übergeben.

Natürlich durfte dabei auch ein Foto vor der medienerprobten Schilderkulisse, zwischen "New York" und "Los Angeles", nicht fehlen. Im Bild mit zu sehen, der im Gehweg vor der Schilderkulisse eingelassene 1. STAR-Stern, der an Popqueen Sarah Connor vergeben wurde.

Nach einer Führung durch die Schilderreihen folgte natürlich noch ein Fotostop dort, wo das Ortsschild von "Strullendorf" demnächst hängen wird, im Themenpark der "kuriosen" Ortsnamen. Als Klaus Beer den Vorschlag machte, das Schild "Unterneger" umzuhängen, um "Strullendorf" bei "Pissen" anzubringen, "protestierte" man energisch, obwohl der Ort, so Bürgermeister Schwarz, schon mal in der offiziellen Werbung einer Toilettenpapierfirma Einzug hielt. "Als Dankeschön bekamen wir da eine Palette Toilettenpapier geschenkt", erzählt Andreas Schwarz lächelnd, fügt aber im gleichen Atemzug dazu, dass der Ortsname absolut nichts mit dem zu tun hat, was man fälschlicherweise damit verbindet.

Der Bürgermeister schenkte Klaus Beer zum Abschied ein Buch, das zur 750 Jahr-Feier der Gemeine Strullendorf herausgebracht wurde und Erinnerungen von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart beschreibt. Bekannte Persönlichkeiten wie Bundespräsident Dr. Roman Herzog, Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und gar Bundeskanuzler Dr. Helmut Kohl gratulierten Strullendorf zu diesem Jubiläum. Deren Unterschriften sind gemeinsam auf einer Urkunde, die im Buch abgedruckt ist, ersichtlich.

Klaus Beer, begeistert von dem herrlichen Buchgeschenk mit den vielen wunderschönen historischen Fotografien, recherchierte darin für unsere Leser natürlich sofort, wie "Strullendorf" zu seinem Namen kam und ob es wirklich den Ursprung dessen hat, was schmunzelnd vermutet wird.

Strullendorf und seine Geschichte:

Das Dorf des Strollo

Die Gründung Strullendorfs darf um etwa 700 angenommen werden, als eine fränkische Sippe unter Führung ihres Edelfreien "Strollo" den heutigen Ortskern am Hochufer des Zeegenbaches in Besitz nahm. Wie zu lesen ist, blieb es dann ein paar Jahrhunderte recht still um "Strolndorf", bevor es im Jahre 1007 als Morgengabe Heinrichs II an das Hochstift "bambergisch" wurde. Die erste urkundliche Erwähnung verdankte man der damaligen "Geldnoth" des Bamberger Bischofs Heinrich von Bilversheim, der seinen Gläubigern "sein Dorf Strullendorf mit allem Zubehör" verpfändete.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde dann aus "Strolndorf" Strullendorf, das heute, ca. 8 Kilometer von Bamberg entfernt, etwa 8000 Einwohner zählt. Die stattliche Einwohnerzahl stammte aus der im Rahmen der Gebietsreform erfolgten Eingliederung der ehemals selbständiigen Gemeinden Wernsdorf, Leesten und Mistendorf im Jahre 1972 und sechs Jahre späeter der restlichen Orte entlang des Zeegenbaches mit Amlingstadt, Zeegendorf, Roßdorf a.F. und Geisfeld.

Bei der herzlichen Verabschiedung der Strullendorfer Gäste versprach Bürgermeister Schwarz, beim nächsten Besuch auch das Ortsschild "Mistendorf" mitzubringen.

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