NYC-Memorial-Day
Zur Erinnerung an die Opfer des vor einem Jahr stattgefundenen Terroranschlags auf das World Trade Center in New York ludt der Verein Hofer Fernweh-Park am Mittwoch, den 11. September 2002 zu einem NYC-Memorial-Day ein.
Fernweh-Park Initiator Klaus Beer: "Um 8.46 Uhr raste das erste Flugzeug in den 96. Stock des Nordturms, deutsche Ortszeit 14.46 Uhr. Um diese Zeit geben wir all denjenigen, die sich mit den Opfern und Angehörigen gedanklich verbunden fühlen die Möglichkeit, unter dem New York Schild des Hofer Fernweh-Parks mit Kerzen und Blumen ihre Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen und auch ein sichtbares Zeichen gegen den feigen Terror zu setzen. Der 11. September wird nie vergessen werden!

Der Hofer Fernweh-Park ist ein multikultureller, neutraler Ort mit Friedenssymbolik: Unter den "Schildern aus aller Welt" setzen "Menschen aller Welt" ein Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit aller Völker und Nationen.
Das Fernweh-Park Logo symbolisiert das in bester Weise: Vier verschiedenfarbene Köpfe stehen hier für die "Menschen der Welt". ROT für die Indianer Nordamerikas, GELB für Asien, SCHWARZ für die Menschen Afrikas und WEISS für Europa. All diese Menschen, und sei ihre Kultur noch so gegensätzlich, können sich HIER im Fernweh-Park die Hände reichen, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischen Weltanschauung.

Zu der Gedenkfeier fand sich auch Lokalprominenz ein. Neben Fernweh-Park Initiator Klaus Beer (links) Dr. Harald Fichtner und Bürgermeister Hans Pechstein.

Zur Einleitung gedachte Pastor Knut Neumann (rechts) von der Evangelisch-methodistischen Kirche mit Lesung, Andacht und Gebet den Opfern des Terrorangriffs.

Nach Worten von Bürgermeister Hans Pechstein, der sagte, dass man viele Tragödien vergesse, der 11. September aber immer in Erinnerung bleiben wird, entzündeten Klaus Beer, Dr. Harald Fichtner und Bürgermeister Hans Pechstein ihre Kerzenlampen für das "Herz NYC".

Michael Fickenscher trug danach sein unten abgedrucktes Gedicht "Do you remember?" vor, das den Wahnsinn Terrorismus und das damit verbundene Leid tausender unschuldiger Menschen beschreibt.

Damit nicht nur die anwesenden Besucher und Honorationen (2. v. links Dr. Harald Fichtner, Bürgermeister Hans Pechstein, Pastor Knut Neumann) das unter die Haut gehende Gedicht von Michael Fickenscher (ganz links) erlebten, werden die Verse demnächst auf einer Gedenktafel auf Jahre hinaus als Mahnmal an die Geißel Terrorismus erinnern.
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Der Posaunenchor des CVJM Hof
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und James Clark, Sänger am Stadttheater Hof , umrahmten die Feier mit Musik und Gesangsbeiträgen, wobei besonders Clarks Lied "God bless America" ein emotionales Feuer entfachte.
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Auch Vertreter des Elvis Clubs ließen es sich nicht nehmen, mit einer Fahne ihres Idols präsent zu sein. Familie Rosenbusch hat einige Pfähle weiter bereits ein Grußschild des Elvis Presley Fanclubs angebracht.

Ein Kamerateam von TV Oberfranken ist anwesend und wird in den Nachrichten einen Filmbeitrag über den NYC-Memorial-Day bringen.
Immer wieder ließen Menschen mit Lesungen, Liedern und Gebeten ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf. Ein spontaner Beitrag reihte sich an den anderen. Sei es das Niederlegen von Rosen, dem Vortragen eines Liedes oder das Entzünden von Kerzen, von denen der Drogeriefachmarkt Müller in Hof die ersten 25 Kerzenlampen zur Verfügung stellte.

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Um 17.00 Uhr trat das Gesangsduo "Hinz & Kunz" auf und trug den Friedenssong des Fernweh-Parks "Gedanken im Fernwehpark" von der Fernwehpark Musik-CD vor.
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Dann plötzlich hielt ein Jeep. Ein junger Mann in Schwarz brachte eine besondere Gabe: Eine selbstgebastelte Miniaturausgabe des World Trade Center.
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Harald Zeh: "Es ist aus Pappmachee, Holz und die Strukturen sind in Coral Draw herausgelassen. Es ist vergänglich, wie es die beiden Türme leider auch waren."
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In der Abenddämmerung dann brannte das Herz. Weitere Besucher kamen zum Fernweh-Park und bekundeten mit Kerzen und Blumen ihre Anteilnahme mit den Opfern des Terroranschlags. Dabei wurde das aus dunkelrotem Sandstein geformte Herz mit Lichtern besetzt, so dass aus Blickrichtung der am Fernweh-Park installierten webcam brennende Herzensgrüsse nach Amerika getragen wurden - from sea to shining sea.
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Am anderen Tag besucht auch Markus Othmer, Moderator von "Bayern 3", nach einer Schilderübergabe die Gedenkstätte.

Eine Schulklasse besucht die Gedenkstätte

Do you Remember?
Gedicht von Michael Fickenscher
Sie ragten gen Himmel
zwei Giganten aus Stahl
doch sie wurden zum Sinnbild
von Terror und Qual
Von Menschen zerstört
die im Recht sich noch glaubten
und die dies noch immer
selbst heut noch behaupten
Sie brachten so vielen
so unsagbar Leid
das ich weis sie besitzen
nicht die spur Menschlichkeit
Sie machten Kinder zu Waisen
raubten Frauen den Mann
ich kann nicht begreifen
das man so etwas kann
An diesem Tage
verlor eine Mutter ihr Kind
und nun stehend am Grabe
spürn wir eisig den Wind
Sie war noch so jung
keine sechs Jahre alt
und ihr fröhliches Lachen
nun nie mehr erschallt
Uns bleibt nur die Hoffnung
das sie schwebt sanft im Himmel
das über Wolken sie reitet
auf einem schneeweißen Schimmel
Das nur noch für sie
die Sonne wird scheinen
bis Gott sie wird schließlich
alle wieder vereinen
Und niemand muß sagen
do you remember
Ihn wird niemand vergessen
diesen Tag im September