Schlanke Pianistenhände, millionenschwer, in Ton verewigt
RICHARD CLAYDERMAN, französicher Pianist, startete 1976 seine internationale Karriere mit dem Stück „Ballade pour Adeline“ und wurde damit über Nacht zum Weltstar.
Begeistert von dem mulitkulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekt ludt Richard Clayderman Klaus Beer nach Chemnitz ein, wo vor seinem Auftritt die Ehrung statt findet.
Nach der Signierung seines STAR-SCHILDES erfolgen die Handabdrücke alá HOLLYWOOD, in diesem Fall jedoch mit einer weitaus tiefgehenden Symbolik und Botschaft.
Wie bei jeder Star-Handprint Aktion erklärt Fernwehpark Initiator Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erzielen, und deutet das Auflegen der Hände schon mal entsprechend an: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anvisieren, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift muß zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden. Denn einmal „drin“, gibt es kein Zurück mehr.
Und dann am besten mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in den Ton. „Und mit der Rechten dann jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken“, erklärt Klaus weiter.
„Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“. Da Klaus kein Französisch spricht, unterhält man sich in Englisch.
Beherzt zelebriert der Weltstar des Pianos die Aktion. Aber Vorsicht, diese Hände sind Millionen wert. Aber alle Sorge ist unbegründet. Schon viele Musikstars haben diese Handprint-Aktion heil überstanden, und das alles auch noch kurz vor ihrem Auftritt. Denn der Ton ist eine Spezialmischung des Hofer Töpferladens, der die Tonmasse nach Geheimrezept speziell für die Star-Print Aktionen entwickelt hat.
Der große Augenblick. Wie ist der erste Abdruck ausgefallen? Gespannt auf das Ergebnis, hebt Richard Clayderman die linke Hand aus dem Ton.
Wunderschön zeichnet sich diese in der grauen Masse ab. Nun ist die Rechte an der Reihe.
Und das Ganze nun einfach umgekehrt.
Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings. Das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken alá Hollywood werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vorallem symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Und da macht der weltberühmte Pianist natürlich gerne mit. Denn auch Musik verbindet die Menschen in allen Ländern, auf allen Kontinenten der Erde.
Klaus Beer: „Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahre Reisen mit der Kamera um die Welt weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Machtgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Deshalb steht der Fernwehpark, bewußt eröffnet an einem magischen Datum – am 09. November 1999, zehn Jahre nach dem Fallen der Mauer – als Zeichen für GRENZENLOSE FREIHEIT und für den FRIEDEN in der Welt".
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden.
Dazu ritzt Richard Clayderman seinen Namenszug in den Ton.
Und so sehen die Handabdrücke des Weltstars aus. Millionenschwere Pianistenhände, in Ton verewigt.
Zu sehen sein werden die Handabdrücke einmal im „Fernweh Star-Museum“, das gegenüber des Fernwehparks errichtet werden soll. Denn die zerbrechlichen Tontafeln können natürlich nicht wie die Schilder aus Stahlblech Wind und Wetter ausgesetzt werden. Unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung, damit durch die Licht-Schattenwirkung die Reliefs der Hände noch deutlicher zum Vorschein kommen.
Fotos: Ralf Standke,
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