Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

"König der Abenteurer"

mit Schild, Wasserkarren und in Ton im Fernweh-Museum

Wenn man von Abenteurer spricht, dann steht sein Name an erster Stelle. Denn er durchquerte die Höllenloch der Danakil schon 1978 (in diesem Jahr fuhr Weltenbummler Klaus Beer das erste Mal durch die Sahara) kämpfte allein mit einer Nußschale von Boot gegen tosende Meere, half durch immer neue, spektakuläre Aktionen den Yanomami-Indianern zu überleben, und lehrt dasselbige auf spannende Weise - praktiziert in Wüste und Dschungel an eigener Haut: RÜDIGER NEHBERG, der Survival-Experte, der mit seinem neuesten Projekt gegen die Beschneidung der Frauen in Äthiopien bis an höchste Regierungsstellen dringt und vor kurzem erst - mit siebzig Jahren - aus dem Dschungel zurückkehrte, wo er sich halbnackt absetzen ließ und mit nichts als einer Badehose bekleidet zur nächsten Zivilisation durchschlug.

Klar dass der sympathische Hamburger und früherer Konditormeister schon mit allem was zur Aufnahme in den "Signs of Fame" dazugehört, im Kreis der Abenteurer und Globetrotter des Hofer Fernwehparks vertreten ist. Mit Schildergruß und noch viel mehr. Denn Rüdiger Nehberg schenkte Klaus Beer für das geplante "Fernweh-Museum" seinen Wasserkarren, mit dem er vor einigen Jahren auf der Human Race im Wettstreit mit einem amerikanischen Ironman und einem australischen Ureinwohner, einem Aboriginee, das australische Outback durchquerte.

Nun fehlte nur noch eines, seine Handabdrücke in Ton, die nun bei einem Vortrag in Bad Steben nachgeholt wurden.

Rüdiger Nehberg Rüdiger Nehberg

Bevor es losging, gab's natürlich ersteinmal eine herzliche Begrüssung. Beer: "Rüdiger ist ein ganz Netter, ein Freund, der mit vollem Herzen hinter dem völkerverbindenden Projekt Fernwehpark steht. Wie auch ich hinter all seinen Aktionen. Wir freuen uns immer, wenn wir uns sehen." Doch jetzt wird's ernst. Klaus erklärt Rüdiger den Vorgang der Prozedur, um möglichst schöne Handabdrücke zu hinterlassen. Die Einweisung ist kurz. Eigentlich unnötig, denn Rüdiger Nehberg weiß wie in jeder Lebenslage sofort, was zu tun ist.

Rüdiger Nehberg

"Wetten, dass ich Dir die schönsten Handabdrücke hinterlasse, die Du jemals erhalten hast? sagt er und grinst.

Rüdiger Nehberg Rüdiger Nehberg

Und Nehberg wäre nicht Nehberg, wenn das nicht stimmen würde. Doch was macht er jetzt? Er ballt eine Hand zur Faust und Klaus und den Umstehenden stockt der Atem. Rüdiger schlägt zu. Mit aller Kraft. Auf seine andere Hand. Der Veranstalter bangt um seinen Vortrag. Was ist, wenn er sich jetzt die Knochen bricht? Der Vortrag ist ausverkauft! Wie ein Hammer knallt seine Faust auf seine Hand im Ton. Und das ganze natürlich auch umgekehrt. Soetwas hat sich bislang noch nie jemand angetan.

Rüdiger Nehberg

Und zum Schluß noch mal richtig mit beiden Händen vollen Druck auf die Handballen.

Rüdiger Nehberg

Wenn das nicht die schönsten Abdrücke werden?

Rüdiger Nehberg

HÄNDE, die Schlangen würgten, Igel als Leckerei von der Straße kratzten, Regenwürmer in den Mund gleiten ließen, Vogelspinnen auf den Kopf setzten, das Ruder gegen tosende Brandung umklammerten, unzählige Bücher schrieben und Verträge zum Schutz der Menschen unterzeichneten. Hände und ihre Abdrücke, die den unbändigen Willen eines der größten Abenteurer der Gegenwart verkörpern - und die eines Menschen, der trotz aller Erfolge bescheiden geblieben ist.

Rüdiger Nehberg

Natürlich muss das Werk noch signiert werden.

Rüdiger Nehberg

Ja, und das sind sie. So werden Rüdiger Nehbergs Handabdrücke der Nachwelt hinterlassen, jetzt noch in der Form,

Rüdiger Nehberg

später gebrannt, nicht im Glutofen der Danakil, sondern im Hofer Töpferladen.

Bevor's jedoch zum Aufbau der Leinwand und dem Einrichten des Projektors geht, "entführt" Klaus den Rüdiger nochmal vor die Halle.

Rüdiger Nehberg

Seine Unterschrift darf natürlich auf der Kühlerhaube des Fernwehpark-Autos nicht fehlen, auf dem schon viele Prominente vom "Signs of Fame" unterschrieben haben.

Rüdiger Nehberg Rüdiger Nehberg

Rüdiger malt dazu noch einen Fuß mit Zehen, von denen sich zwei zum "Siegeszeichen" formen. Super! Danke Rüdiger Nehberg. Während der Fotograf noch für ein ganz privates Foto auf den Auslöser drückt, sagt Klaus: "Für die erst vor kurzem durchgestandenen Strapazen schaust Du aber schon wieder putzmunter aus, nicht nur Haut und Knochen... Hast ja sogar wieder zugenommen..." Rüdiger Nehberg, der, wie in der Presse zu lesen war "als verschollen im Dschungel" galt, schüttelt den Kopf. "Halb so schlimm, blöd war nur, dass die Kommunikation ausgefallen ist..." Denn neben der Badehose hatte Rüdiger nur ein "Handy" dabei, um über sein Unternehmen berichten zu können. Und das war plötzlich irgendwann mal "tot". Wie meinte Frau Weber von Nehbergs Organisationsbüro auf Anfragen der Presse: "Wenn Rüdiger sich mal ein paar Tage - es waren übrigens über 14 - nicht meldet, hat das bei ihm nichts zu heißen..."

Wie man sieht, hat Rüdiger Nehberg den Überlebenskampf im Dschungel gut überstanden - ob's Regenürmer-Ragout gab, wird er heute Abend sicher bei seinem Vortrag erzählen.

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