ATLANTIS erwacht ! DONOVAN, Folk-Legende der Flower Power Zeit: Nur der "Fernwehpark" durfte zu ihm
ER ist Legende, ER ist Kult, ER war der Star der Sechziger Jahre und die Verkörperung der Zeit, als die Blumenkinder nach San Francisco zogen: DONOVAN. Seine mit einfühlsamer Stimme interpretierten Songs wie "Sunshine Superman", "Jennifer Juniper", "Mellow Yellow" oder "Hurdy Gurdy Man" wurden zu regelrechten Jugend-Hymnen der Flower-Power Zeit.
Sein größter Song, einer von mehr als 1000 im Laufe seiner Musikkarriere, die Flower Power-Hymne "ATLANTIS", ging um die ganze Welt - und verkaufte sich mehr als fünf Millionen Mal.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit aus deren eigener Homepage.
Während seines einzigen Deutschland-Konzerts 2005 im Malzhaus Plauen wurde Songpoet DONOVAN von Fernwehpark Initiator Klaus Beer in den "Signs of Fame" des Hofer Fernwehparks aufgenommen. Doch trotz Zusage und terminlicher Absprache mit dem Management verlief die Begegnung schwieriger als geplant, die Ehrung hing bis zur letzten Minute an einem seidenen Faden. Stargeschichten, die der Fernwehpark schrieb, zu erfahren nur hier auf der offiziellen Fernwehpark Homepage, Fernwehpark backstage, sozusagen.
Auf Donovans Spurensuche
Fernwehpark Initiator Klaus Beer erzählt: "Als ich von Donovans Konzert in Plauen erfuhr, nahm ich sofort Kontakt mit dem Management in Schottland auf. Doch die ihm zugemailte englische Presseinformation über das Hofer Friedensprojekt blieb unbeantwortet. Ich mußte zudem einige Tage nach Luzern, um mit meinem Buchverlag die endgültige Bildauswahl für meinen neuen Bildband über New York City vorzunehmen. So konnte ich mich nicht mehr um die Sache kümmern, die ich letztendlich Christine Ströhlein, Fernwehpark Star-Fotografin und Philipp Spiegel, Moderator von Radio Galaxy mit der Bitte, das Management zu erreichen, überließ.
Auf der Rückfahrt dann im Zug, am Tag des Konzerts, klingelte plötzlich das Handy. Philipp war am Telefon und teilte mir mit, daß er den Manager erreicht hatte und ihn über die Aufnahme von Donovan in den Signs of Fame informieren konnte. Der Manager sei begeistert gewesen und gab die offizielle Zusage, Donovan nach dem Soundcheck um 16.00 Uhr treffen zu können.
Da wir die teuren Star-Schilder natürlich immer nur mit offizieller Akkreditierung und nicht auf Gut Glück anfertigen lassen, mußte ich jetzt schnell reagieren und improvisieren. Mir blieb nur eine Stunde Zeit, im Zug die zu der Aktion notwendigen Schritte vorzubereiten. Irgendjemand musste fotografieren. Schnell ein Anruf bei Peter, Fernwehpark Mitglied und zugleilch professioneller Fotograf, ob er nicht schnell mitfahren und die Bilder machen könnte. Peter konnte. Eine weitere Hürde war überwunden.
14.50 Uhr. In Hof angekommen, mit dem Taxi nach Hause, Kameras geschnappt, rein ins Auto und ab mit Peter nach Plauen. Eine freundliche Mitarbeiterin des Malzhauses besorgte mir das offizielle Veranstaltungsplakat, das Donovan signieren und das als Grundlage für das nachträglich anzufertigende Starschild dienen sollte. Kurz vor 16.00 Uhr erschienen wir pünktlich bei der Bühne des Open Air beim Malzhaus.
"Hi Klaus", der freundliche Manager ist voll im Bilde und sagt, dass Donovan in ungefähr 20 Minuten kommen würde. Da vorher die Technik verkabelt und die Instrumente gestimmt werden mussten, verging jedoch über eine Stunde, bis Donovan endllich erschien.
Eine Musiklegende on stage
Ich erwartete einen älteren Herrn. Doch Donovan hat sich gut gehalten. Ich bin überrascht. Er macht einen fast jugendlichen, agilen Eindruck und begibt sich natürlich erstmal zum Soundcheck auf die Bühne. Er trägt organgefarbene Jeans und ein dazu passendes T-Shirt. Eine dunkle Sonnenbrille verbirgt seine Augen. Auf der Bühne schnappt er sich gleich die E-Gitarre, stimmt sie noch ein wenig und legt dann los.
Die Probe mit der Band dauert über eine Stunde. Bei einem einzigen Konzert in Deutschland in diesem Jahr mußte natürlich vor Ort die Zusammenarbeit genau geübt werden, vielleicht sogar mit fremden Musikern. Zeit für uns, Donovan zu beobachten, zu fotografieren und in seinen Liedern zu schwelgen.
Als er mit vibrierender Strimme "Hurdy Gurdy Man" anstimmt, spüre ich die Gänsehaut, die mir entlang der Arme und über den Rücken läuft. Ich liebe diese Zeit, die mich zurückversetzt in die good old Sixtees. Flower Power, Liebe statt Krieg. Give peace a chance. Steht dieser Spruch nicht auch auf dem Globus, der an höchster Stelle über dem Fernwehpark auf einem der Pfosten thront?
Countdown zum Signs of Fame
Die Sonne schaut hinter dunklen Regenwolken hervor. Immer mehr Spaziergänger haben sich nach Tagen des Schmuddelwetters wieder einmal herausgewagt. Als sie Donovan beim Soundcheck erkennen, bleiben sie natürlich stehen und verfolgen die Proben. Immer mehr Schaulustige, aber auch Fotografen und Reporter, lassen sich auf dem Gelände nieder.
Als Donovan die Gitarre zur Seite legt, kommt der Manager auf mich zu und meint, dass die Aufnahme in den "Signs of Fame" besser am Abend stattfinden sollte. Denn wenn die Leute sehen, dass Donovan für eine Aktion bereit steht, würden sie ihn sicher bestürmen. Doch ich habe am Abend einen Termin, den ich unmöglich verschieben kann. Auf Grund des Unsicherheitsfaktors des Treffens habe ich diesen nicht abgesagt. Ich kann also sein Konzert leider nicht besuchen. Und jetzt, nach fast drei Stunden Warten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren? Unmöglich. Ich spreche mit dem Manager. Noch immer kann die Geschichte kippen. Soll es eine jener Starbegegnungen werden, bei denen das Management sein Wort bricht? Es hängt jetzt alles von meiner Überzeugungskraft ab.
"OK, only this projekt is possible", sagt Donovans Betreuer. "No pictures, no signs at this time", "keine Autogramme oder Fotos sonst." Als dies die Umstehenden mitbekommen, drängen alle zur Bühne, halten Poster und CD's hoch und bitten um Autogramme. Doch der Manager winkt ab. "Nicht jetzt. Donovan muß zurück ins Hotel, relaxen. Sich für das Konzert am Abend ausruhen." Zu uns gewandt. "Kommen Sie zu unserem Auto, dort machen wir es."
Peter und ich eilen zu dem dunkelblauen Wagen, ich warte neben der Beifahrertür. Als Donovan die Bühne verlässt, strecken sich ihm zig Hände mit Autogrammbitten entgegen. Ein Reporter fragt, ob er ein Interview bekommen könnte. "Nicht jetzt", sagt der Manager. Donovan ist beim Auto angelangt, setzt sich auf den Beifahrersitz, wo, zum Schutz gegen die jetzt massiv herandrängenden Fans, die Aufnahme in den "Signs of Fame" stattfinden muß. Notlösung. So eine Situation hat es bislang noch nie gegeben.
Ich überreiche Donovan die englische Version des Fernwehpark Prospekts und erkläre ihm persönlich nocheinmal kurz die globale Bedeutung des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts.
Donovan zeigt sich interessiert, ja begeistert und studiert die abgebildeten Stars, die bereits im "Signs of Fame" vertreten sind.
Ich versuche ihm zu erklären, dass wir auf Grund der späten Zusage leider kein Starschild anfertigen konnten und er vorab das Konzertplakat signieren möchte, das als Grundlage für das nachträglich produzierte STAR-Schild dienen soll. Ein vernünftiges Gespräch ist jetzt kaum mehr möglich, da sich immer mehr Menschen um das Auto drängen. Peters Standort zum Fotografieren ist äußerst schwierig. Wie soll er durch die halb geöffnete Türe vernünftige Fotos machen?
Donovon unterschreibt das Plakat und Peter fotografiert. Mein "please look to the camera" geht im Tohuwabohoo der Fans unter. Sie sehen, dass Donovan signiert und möchten natürlich sein Autogramm auch auf ihren ihre Postern und CD's.
Die Unterschrift ist auf dem Plakat. Blitzschnell drehe ich es um, halte es hoch, bitte Donovan um einen Blick in die Kamera und - "Flash".
Peter macht sein Bild in dem Augenblick, als Donovan für einen Bruchteil von Sekunden in die Kamera schaut.
Letztendlich bleibt nur 1 vernünftiges Bild. Bei Staraufnahmen haben wir allein von der Schildersignierung fast 30 Bilder, vom Startreff allgemein zwischen 200 und 300 Aufnahmen zur Auswahl.
Jetzt wird es eng. Da auch ich kaum mehr vom Auto wegkomme wäre es für Donovan unmöglich, das gleich daneben stehende Fernwehpark Star-Mobil zu signieren. Tür zu, Fenster runter. Fort. Einfach weg. Schnellstens zurück ins Hotel, lautet jetzt seine Devise.
Zum Schluß winkte Donovan der Fernwehpark Crew von Auto aus nocheinmal freundlich zu, sehr zum Leidwesen der umstehenden Fans und Medien, die an diesem Nachmittag leider leer ausgingen.
Wer später das Star-Schild im Fernwehpark erblickt, kennt seine Geschichte und den damit verbundenen Nervenkrieg nicht, außer, man liest eben diese Geschichte dazu...
Der Soundcheck
Und hier noch einige Bilder von DONOVAN beim Soundcheck zu seinem Open Air beim Malzhaus in Plauen, dessen Mitarbeitern wir für die freundliche Zusammenarbeit recht herzlich danken.